Kunst im Raum

"whispering bottles", "mare nostrum", "take care", "Brüche", "Mehr Wert?", "DAYDREAM OR NIGHTMARE", "HERRENZIMMER", "Intermezzo", "DON'T TOUCH ME, NOT YET ".  Wann dann?

Die Treue zum Material Porzellan und ihr seit 1990 erarbeitetes Konzept immer die Kombination mit Licht zu suchen, das Herausfordern der besten Porzellan Eigenschaften und die ständige Auseinandersetzung mit den Grenzen der Materie, ist die technische, handwerkliche Seite. Dies mit Inhalt zu füllen die Andere.

Das Erleben dieser Installationen ein besonderes Vergnügen. Die mit hohem ästhetischen Wert ausgestatteten Rauminstallationen entwickeln beim genauerem Hinsehen ungeahnte Tiefe.

Letztendlich geht es Christiane Toewe immer um das Miteineinander in der Gesellschaft. Wer ist innen, wer draußen, was wirkt sich auf was aus? Welche Position hat der Betrachter?

Und: Christiane Toewe macht den Besucher zum Teil des Ganzen.

Interaktives Porzellan

whispering bottles
whispering bottles

Fast 100 flaschenähnliche Porzellankörper stehen mal locker mal dicht gedrängt auf einer Fläche von 14 qm.

Mit großer Ruhe warten sie auf die Dinge die da kommen. Und da kommen sie auch schon. Die ersten Besucher, sie unterhalten sich und siehe da: manche der "bottles" reagieren mit Licht. Manche sind ansprechbar andere nicht. Stille Kommunikation. Leuchtende Kommunikation. Transzendentale Blicke ins Wesen der Ordnung.

Ein Spiegelbild der Gesellschaft.

whispering bottles

Präsentation der Ergebnisse - 1. Kunststipendium Bamberg - Sparkasse Bamberg 2016/17
whispering bottles
klapp, klapp ... klapp
klapp, klapp ... klapp

Auf Klang reagieren die 'bottles' mit Licht.
Aber nicht alle. Manche sind taub- oder stellen sie sich nur taub?

1. Kunststipendium Bamberg Stadt & Land 2015

Unterzeichnung des Vertrags Kunststipendium Bamberg Stadt & Land mit Herrn Landrat J. Kalb und Bürgermeister und Kulturreferent Dr. Ch. Lange
Kunststipendium Bamberg Stadt & Land

Die Begründung der Jury:

"Das interdisziplinäre Konzept der 'whispering bottles' der Bamberger Künstlerin Christiane Toewe hat die Jury des Kunststipendium Bamberg einstimmig überzeugt. 
Begründung der Jury: 
„Die 'whispering bottles' erweitern die bisherige Arbeit der Keramikerin um eine dynamische Licht-Komponente und bestechen in hohem Maße durch Innovationskraft und ästhetisches Wirken. Die beleuchteten Keramikflaschen, die neben zahlreichen Lichtkelchen von der Künstlerin auch bisher im Rahmen ihrer Arbeit immer wieder und in vielen Varianten produziert wurden, sollen über eine akustische Komponente dazu gebracht werden, miteinander zu kommunizieren. Die 'whispering bottles' reagieren auf  Frequenzbereiche und Lautstärkenverhältnisse, auf Geräusche und Sprache im Ausstellungsraum. Durch diese Impulse gesteuert, nehmen Sie durch verschiedenes Verhalten, das sich durch verschiedene Lichtstärken je Flasche ausdrückt, eigenen Charakter an und beginnen miteinander zu „flüstern“. 
Anmutung und Ausmaß der Kommunikation und damit die entstehende Atmosphäre lassen sich durch gezielte Lichtsteuerung sowie durch die flexible Dimension des Werkes (je nach Raumgröße ist eine verschieden große Anzahl an Objekten denkbar) variieren. Das Werk als Ergebnis kann von der Jury sehr deutlich gesehen und entsprechend gut gewertet werden und wird einhellig als sehr viel versprechend und künstlerisch beeindruckend eingestuft. Gleichermaßen überzeugend ist der angestrebte Schaffensprozess, der die Künstlerin vor neue Herausforderungen stellt."

Danke

v.l.n.r.:Annemarie Renz-Sagstetter, Oliver Will, Rebecca Hammann

Herzlichen Dank für zupackende Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Bamberg, besonders Annemarie Renz-Sagstetter, Oliver Will, Rebecca Hammann und allen anderen Helfern beim Auf- und Abbau der Präsentation und der freundlichen Unterstützung durch das Team der Sparkasse Bamberg.

Herzlichen Dank an die Sparkasse der Stadt Bamberg für die tolle Ausrichtung der Vernissage und das Sponsoring.


Großen Dank an Dr. Melvin Isken, der die technische Lichtlösung erarbeitet hat. Danke, danke, danke.

Und nicht zu vergessen: Danke für die Anschubfinanzierung für das Stipendium durch die Freunde des WeKeL (Weltkulturerbelauf Bamberg).

DANKE an die Jury und ihre nicht leicht Ausgabe aus allen Projekten das Interessanteste herauszufinden.
Vorsitz: Dr. C. Lange - Jury: Landrat J. Kalb, T.F. Weser, Prof. B. Schemmel

Danke an Peter Braun†, Oliver Will, Gisela Schlenker und Dr. Ch. Lange die das Kunststipendium überhaupt auf den Weg gebracht haben.

Danke an Schreinermeister Kram, Grasmannsdorf für eine so wunderschöne Unterkonstruktion, die leider kein Besucher sehen kann, aber die Installation toll trägt.

mare nostrum

Rauminstallation - Das modellierte Licht
bewegt sich wellenartig in Blautönen.

2015, Tagebuchblätter (aus Porzellan)
Bodeninstallation mit LED Licht
2.05 x 1.53 x 0,4 m, Holz, Plexiglas, LED-Technik,  Porzellan.

Video ansehen

Tagebuchblätter aus Porzellan

Tagebuchblätter aus Porzellan
Tagebuchblätter aus Porzellan

Tagebuchblätter aus Porzellan „schwimmen“ auf dem Meeer.
 Fragmente persischer Schrift deuten auf die Herkunft des Schreibers hin.
Die Tragödie offenbart sich im Titel: „mare nostrum“.


In diesem fiktiven Tagebuch steht die Geschichte eines jungen Mannes der über „unser Meer“ 
(=Mare nostrum= Mittelmeer) Europa erreichen möchte. Sein Blick zurück in die Heimat, Gedanken 
an die Zukunft und vor allem Hoffnung auf Leben. 
Doch dann entsteht Unruhe im Boot. Es ist Nacht, der Motor stottert, Kinder weinen, Wasser dringt ein ...
Die letzten Seiten des Tagebuchs sind leer.

homeland

Ausstellung 2016, Himmel | Hölle, Galerie HOP, Bamberg
„mare nostrum“
Ausstellung 2016, TRIO, Pinzenbergkeller, Schwabach
„mare nostrum“
Ausstellung 2015, Din A4, Stadtgalerie Villa Dessauer, Bamberg
„mare nostrum“

Was bedeutet Heimat für einen der Auszog das Glück zu suchen? Wie stellt er sich das neue Zuhause vor. Was verlässt er, was bekommt er, wo ist er jetzt?

In Christiane Toewe's Tagebuch sind die Wörter buchstäblich in Stein gemeißelt. Persische Schriftzeichen in Porzellan, bei 1340° C für immer fixiert, lassen uns in die Gedankenwelt eines jungen Mannes blicken.

Unser Mittelmeer

Blick über unser Meer...
Blick über unser Meer...

lat.: Mare Nostrum „unser Meer“ war die römische Bezeichnung des Mittelmeeres und: Mare Nostrum war ein Jahr lang eine Operation der italienischen Marine und Küstenwache zur Seenotrettung von Flüchtlingen aus meist afrikanischen Ländern, die versuchen, über das Mittelmeer Italien zu erreichen. Gleichzeitig sollten die Schleuser im Hintergrund aufgegriffen werden. Über 80 000 Flüchtlinge erreichten die italienische Küste.  Die Operation Mare Nostrum endete am 31. Oktober 2014.

Friedensnobelpreis für die EU

Persische Schriftzeichen
Persische Schriftzeichen

Heribert Prantl schrieb in einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung: vom 29. August 2014:
„Es ist beschämend, dass die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete EU nicht einmal gewillt ist, die Kosten für das grandiose italienische Rettungsprogramm Mare Nostrum zu übernehmen. (…) Europas Politiker waschen sich ihre Hände in Unschuld – in dem Wasser, in dem die Flüchtlinge ertrinken.“
Am 1. November 2014 begann die Operation Triton unter Führung der EU-Grenzagentur Frontex. Triton sollte Mare Nostrum weder übernehmen noch ganz oder teilweise ersetzen. Primäre Aufgabe der Operation Triton ist nicht die Seenotrettung, sondern die Sicherung der EU-Außengrenze vor illegaler Einwanderung.



Vor diesem Hintergrund entstand die Rauminstallation „mare nostrum“.

Danke!

Einen ganz, ganz großen Dank für grandiose Unterstützung durch SENSAVO, Benjamin Piltz, Peter Braun†, VIAVAI, Ute Heimüller und Mitra Sharifi.

take care

Eine dünne Tischplatte, darunter 4 dünne Tischbeine, darauf befinden sich zur Zt. 218 Schaukelschalen aus Porzellan (glasiert, reduzierend gebrannt bei 1340° C). Sie stehen dicht bei dicht, z.T. berühren sie sich. Jede Schale hat seinen eigenen Namen. Es sind 218 Personen mit denen die Künstlerin während der Herstellung der Schalen Kontakt hatte. Chronologisch, auf der Unterseite schriftlich fixiert.

Diese „Gesellschaft“ ist den Museumsbesuchern ausgesetzt.



Die Aufforderung 'take care' richtet sich an die Betrachter, die zwangsläufig Kontakt zu den Porzellanobjekten aufnehmen, jedoch ... das Ganze ist fragil.

 

"take care" in der Ausstellung:
WAS WILL DER KÜNSTLER UNS DAMIT SAGEN? 2011

Über Kunst wurde und wird schon immer viel gesprochen: Ausstellungsreden, Feuilletontexte, Smalltalk.
Große Aufmerksamkeit entsteht recht schnell durch „bewährte“ Zutaten: Provokation, Blasphemie, Pornographie, VIPs, prominenter Ort, Menschen, Tiere, Sensationen etc..
Muss es um ein Werk, das darauf verzichtet, automatisch stiller werden? Welche Reaktionen folgen auf welche Kunst? 
In der Kunstausstellung des Berufsverbandes Bildender Künstler und Künstlerinnen Oberfranken e.V. thematisieren ausgewählte Künstler dieses Spannungsfeld.
Die Besucher sind eingeladen nach Herzenslust zu interpretieren, kritisieren, schwadronieren.

Christiane Toewes Werk "take care" zeigt ihre persönliche Gesellschaft und fordert die Besucher auf, auf dieses fragile Zusammensein ihrer Gruppe aufzupassen.

 

2016 in der Ausstellung "INSPIERED"
Taoxichuan, Art Museum, Jingdezhen, Jiangxi, China

Im Laufe des Lebens verändern sich Freundschaften, Familienkonstellationen und Kontalkte zu Kollegen, Nachbarn ...
So kann man anhand der Liste der Namen unter den schaukelnden Schalen 2016 in China feststellen, dass in neue Personen zu Toewes Gesellschaft hinzu gekommen sind. Manche fehlen.

Filmstills aus period play
Filmstills aus period play

Period Play

Ein Video.
Abgehakte Szenerie, Taktung zwischen Tempo und Stille, der Blick aufs Detail gerichtet.

Ein Stück aus dem Leben,
über das Leben.

Ruhe und Bewegung
Tiefen
Höhen
Brüche
Schwerpunkte
Höhepunkte
Wendepunkte
Grenzen
Richtungen

period play
ein Stück in 16 Akten
Video 9‘18‘‘
Die einzelnen Szenen sind mit Kompositionen speziell für period play von Axel Frank Singer/ München vertont.
Dies unterstreicht, zerstört, verunsichert 
die Bilder.
Das ist gewollt.

Brüche

4m lange Seile halten die Schaukel auf der die Besucher dem Video entgegenfliegen. Die bruchstückhafte Szenerie wird durch die eigene hin und her schwingende Bewegung massiv verstärkt. Und dennoch, das pulsierende Auf und Ab hat auch etwas Beruhigendes. Alles kehrt wieder.

Schaukelnd dem Bild entgegen.
Schaukelnd dem Bild entgegen.

Blinkende Brüste

Das Spiel mit der weiblichen Brust.
Der starken Anzeihungskraft der leuchtenden,
blinkenden Objekte kann sich kaum einer entziehen.
Widerstand ist zwecklos.

Mehr Wert?

Im Flur der Regierung von Oberfranken steht ein Plüschbett
und blinkende Brüste laden zum Träumen ein.
Aber warum steht in diesem Palast der Staatsbeamten
ein Kurzzeitwecker auf dem Beistelltisch?

"... und welche Visionen haben Sie?"

loveletters

Liebeslaube: 2006 (ohne Foto).
Christiane Toewe lässt klopfende Besucher nur zu zweit in ihr Kabinett. Dort blinkt und plüscht es auf Rosa, und, wer es nicht vergessen hat, wird erfahren wie offen ein Herz klopfen kann.
Rauminstallation, abgedunkelter Raum, Tagebuch und Stifte, rosa Plüschkissen und 12 liegende blinkende Brüste aus Porzellan.

daydream or nightmare

Tagtraum oder Alptraum?
Tagtraum oder Alptraum?

Auf einem rosa Blüschbett liegend, einen Himmel
voller blinkender, lockender Brüste.
Ist dies ein Tagtraum oder doch eher ein Alptraum.
Probieren Sie's aus.

Intermezzo I

Blinkende Brüste - Intermezzo

Die Besucher werden angelockt durch die paarweise blinkenden Brustpaare. Die Aufforderung aber besagt: "don't touch me. Not yet". Wer es dennoch tut bemerkt: Die Brust ist warm ;)

bellys

In einer Villa, im Herrenzimmer, große schaukelnde Schalen, gefüllt mit Hopfen. Betörender Duft der Hopfenblüten breitet sich im Herrenzimmer aus, wenn sich die großen Papierschalen leicht im Herrenzimmer wiegen sobald ein Luftzug durch die offene Türe weht.
Der Duft der Hopfenblüten, Lupulin und Harze verbreiten ihre Kraft.
Nach der Arbeit kommt der Hausherr, ein Hopfenhändler zuerst in sein „Herrenzimmer“. Sanft schaukeln die Schalen. Dort  kommt er zur Ruhe und begegnet erst danach der seiner Familie. Seit Jahrhunderten ist der Hopfen ein Hausmittel gegen Nervosität und  Unruhe.

BÄUCHE  Fruchtbarkeit und Wachstum
SCHWANKEND die GEdanken des Hopfenhändlers nach Feierabend
GERUCH von HOPFEN  Beruhigend und Stimulierend
LEICHTIGKEIT  der Bewegung
FRUCHTBARKEIT des Gedankens

Beruhigt und beschwingt ziehen sie weiter.

Humulus lupulus strobulus, gehört zur Familie der Cannabisgewächse
Hopfen

mega bellys

mega bellys
bellys

„bellys“ in der Tiefgarage Spitäle Würzburg 2000 oder,
anlässlich ARTUR 19, 2016 vor der offfenen Ateliertür in Bamberg.

Der Wind und die Besucher bringen die „bellys“ in Bewegnug. Sie laden ein bei ihrem „Tanz“ zu verweilen.
„bellys“ Herrenzimmer, Villa Dessauer Papierschalen und Hopfen 1999

„bellys“ in der Galerie Kunstraum, Kehl 1999

beauty bellys

beauty bellys
beauty bellys
beauty bellys
beauty bellys

Kleine 
schaukelnde Schalen - was will der Mensch mehr?

Atelier für Studioporzellan

Christiane Toewe
Hainstraße 57
96047 Bamberg

Telefon + 49 (0)951 299 866 1
mobil +49 (0)179 6833067

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Toewe Studioporzellan

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